Bürgerinitiative Pro Waldschlößchenbrücke rechnet mit
bis zu 100 Mio. Euro Mehrkosten für einen Elbtunnel, wenn
die sich im Bau befindlichen Waldschlößchenbrücke nicht
weiter gebaut wird
Sollte sich der Dresdner Stadtrat am kommenden
Donnerstag dafür entscheiden, die Brücke nicht weiter zu
bauen, sondern einen Tunnel als Elbquerung weiter zu
verfolgen, so fallen folgende Mehrkosten, ausgehend von dem
BUNG-Gutachten, an: - Planungskosten für einen Elbtunnel
5 Mio. EUR - längere Zufahrten zum Elbtunnel und
Tunnelmehrkosten 60 Mio. EUR - angefallene Baukosten
Brücke 11 Mio. EUR - Entschädigungszahlungen,
Fördermittel, Abrissarbeiten 9 - 18 Mio. EUR Die
Berechnung erfolgte auf der Kostenbasis von 160 Mio EUR für
den Verkehrszug Waldschlößchenbrücke sowie nach den
Vorgaben der geltenden Tunnelbaurichtlinie (RABT 2006). Die
Planungskosten i.H.v. 5 Mio. EUR ergeben sich, da ein
komplett neues Planfeststellungsverfahren notwendig ist.
Dessen Notwendigkeit hat die Ingenieurkammer Sachsen
nachgewiesen.
Zu diesen Kosten von im Mittel 90 Mio. EUR kommen noch die
Planungskosten für den geltenden
Planfeststellungsbeschluss, die dann nutzlos wären.
Die Förderfähigkeit eines Tunnels ist völlig unsicher, weil
bisher noch niemand behauptet hat, dass Brückenlösung nicht
die verkehrstechnisch bessere Lösung ist. Daran aber sind
die Fördergelder gebunden, so dass die Tunnelmehrkosten
komplett bei der Stadt verbleiben. Ob andere Fördergelder
in Anspruch genommen werden können, ist völlig offen.
Belastbare Aussagen hierzu gibt es nicht.
Als weiteres finanzielles Risiko kommt noch hinzu, dass die
Fördergelder für den Bauabschnitt 3 des Verkehrszuges
Waldschlößchenbrücke (Stauffenbergallee, Briesnitzbrücke)
zurückgezahlt werden müssen, wenn sich herausstellt, dass
überhaupt kein Elbtunnel gebaut werden kann. |