Staatsminister der Justiz Geert Mackenroth:
Brückengegner bereiten Boden für Straftaten
08.05.2008
Der Sächsische Staatsminister der Justiz Geert Mackenroth
hat den Gegnern der Waldschlößchenbrücke vorgeworfen, mit
ihrer Ablehnung des Baus um jeden Preis den Boden für
Straftat zu bereiten. Nach Angaben des Sächsischen
Staatsministeriums der Justiz wurden bereits 18
Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung, Nötigung,
Körperverletzung, Diebstahls, Betrugs und Bedrohung im
Zusammenhang mit dem Brückenbau gestellt.
Geert Mackenroth sagte:„Das ist ein Klima, das
rechtsstaatlich nicht hinnehmbar ist“. Er warnte vor einem
„Brücken-Dschihadismus“, der immer mehr zu einem
schleichenden Übergang vom friedlichen Protest zu
kriminellen Handlungen führe. Für Empörung sorgt ebenfalls,
dass einem „so integeren Mann“ wie dem
Frauenkirchebaudirektor Eberhard Burger – vermutlich wegen
seines Engagements bei der Umplanung der Brückenentwurfs –
die Reifen am Auto zerstochen wurden. "Da stellt sich
die politische Frage: Tragen manche Brückengegner eine
Mitverantwortung für den schleichenden Übergang vom
friedlichen Protest zur Kriminalität?“
Thomas Löser von der Bürgerinitiative Elbtunnel. Dresden
verwahrte sich gegen die Vorwürfe. „Wir treten für
Gewaltlosigkeit ein“, erklärte er. |