Desaster für die Brückengegner: Brücke wird
weitergebaut, Welterbetitel ist entzogen
Brückengegner - was nun?
26.06.2009
14:5:2 bedeutete die Aberkennung des Welterbetitels für das
Dresdner Elbtal; bei nur 13 Stimmen für die Aberkennung
wäre der Titel erhalten geblieben. Was wäre das für ein
Desaster für die Brückengegner gewesen. Insoweit können sie
also aufatmen.
Immerhin: Für 7 Komitee-Mitglieder war der fortschreitende
Bau kein Grund, den Welterbetitel abzuerkennen. Da die
Brückengegner ja der Meinung sind, die UNESCO sei ein
Fachgremium, müssten sie konstatieren, dass es auch ín der
UNESCO die Meinung gibt, Brücke und Welterbe sind
vereinbar. Wäre auch nur ein Staat mehr dieser Auffassung
gewesen, wäre der Titel erhalten geblieben. Das zeigt die
Beliebigkeit des Ganzen. Und wie wenig es von den
Brückengegnern, die ja einen „guten Draht“ zum
Welterbezentrum in Paris haben, bedurft hätte, den Titel zu
behalten. Das wollten sie jedoch partout nicht.
Aber auch der Entzug des Welterbetitels ist für die
Brückengegner ein Desaster: Die Brücke wird weiter gebaut.
Was der Einsatz von Rechtsmitteln nicht vermocht hat, hat
auch der Titelentzug nicht vermocht. Das war nun wirklich
absehbar, hat aber nicht zum Einlenken der Brückengegner
geführt. Die spannende Frage lautet: Zu welchem Mittel
greifen sie jetzt, mit dem sie die Fertigstellung der
Brücke verhindern wollen? Weiter mit einer Politik der
verbrannten Erde? Oder endlich Respekt vor dem
Bürgerentscheid, der eben nicht nur ein formalisiertes
unverbindliches Bürgervotum oder eine
Bürgermeinungsfeststellung ist?
Dr. Hans-Joachim Brauns
Nikolaus Köhler-Totzki
Sprecher der Bürgerinitiative PRO Waldschlößchenbrücke |