Dresdner Union ist fassungslos über das Handeln der
UNESCO
Lars Rohwer: „So kann man mit den Dresdnern nicht
umgehen!“
Der Dresdner CDU-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete
Lars Rohwer (36) zeigt kein Verständnis für die sich
ständig ändernden Entscheidungen der UNESCO. Erst
akzeptiert die UNESCO 2004 die Waldschlößchenbrücke und
vergibt den Welterbetitel als ‚sich entwickelnde
Kulturlandschaft’ an das Dresdner Elbtal. Dann hat die
UNESCO im Jahr 2006 Bedenken gegen den Brückenbau und
beschließt 2007, eine modifizierte oder andere Brücke
vorgelegt zu bekommen. Daraufhin erarbeitet die Stadt
Dresden zusammen mit dem Freistaat Sachsen und einer Gruppe
prominenter Dresdner Bürger durch Veränderungen am
bisherigen Entwurf eine „Neue Waldschlößchenbrücke“ und
jetzt soll im Jahr 2008 offenbar nur ein Tunnel akzeptabel
sein. „Verstehe dies, wer will, den Dresdnern reicht es!“.
„Die UNESCO ist vollkommen unglaubwürdig und ignoriert
zudem die Souveränität und Rechtshoheit ihrer
Mitgliedsstaaten. Das Bundesverfassungsgericht hat in
2007 eindeutig entschieden, dass der Bürgerentscheid aus
2005 zum Bau der Brücke unverzüglich umzusetzen ist. Es
ist unverantwortlich, dass die UNESCO die Rechtssprechung
des höchsten deutschen Ge-richtes komplett ignoriert“,
so Lars Rohwer. „Langsam kann man sich des Eindrucks nicht
erwehren, dass es eigentlich gar nicht um das Dresdner
Elbtal und die Waldschlößchenbrücke geht, sondern um eine
Machtprobe zwischen der UNESCO und der Bundesrepublik
Deutschland zulasten Dresdens.“
Lars Rohwer weiter: „Noch weniger Verständnis habe ich für
die Führung der UNESCO in Paris. Herr Bandarin und seine
Mitstreiter halten sich nicht an die Verabredungen, über
die „Neue Waldschlößchenbrücke“ erst auf der Tagung des
UNESCO-Welterbekomitees im Juli 2008 in Kanada endgültig zu
entscheiden.“
„Die UNESCO-Verwaltung mischt sich massiv in
innerstaatliche und kommunale Angelegenheiten ohne
Rechtsgrundlage ein, indem sie nur Vertreter einer
Minderheit von Brückengegnern mit linken Parteipolitikern
nach Paris einlädt. Es wäre nur fair gewesen, wenn die
UNESCO-Verwaltung auch die Vertreter der BI PRO
Waldschlößchenbrücke, die für die Mehrheit der Dresdner
spricht, zu den Gesprächen hinzugezogen hätte“, stellt Lars
Rohwer fest.
„Für mich zeigt sich immer deutlicher, dass die
Beantragung des Welterbetitels kritisch zu hinterfragen
ist. Der Titel hat die Stadt gespalten, denn eine
Minderheit kann auch in Zukunft jede Mehrheitsentscheidung
zur Stadtentwicklung über die UNESCO aushebeln. Die
Dresdnerinnen und Dresdner haben nichts mehr zu sagen und
müssen in Paris anfragen, wie Sie ihre Stadt
weiterentwickeln dürfen. Anders kann man das Agieren
der UNESCO nicht verstehen. Darüber sollten wir gemeinsam
nachdenken“, so Lars Rohwer.
Auch das Verhalten der SPD ist mehr als fragwürdig. Durch
das unsensible aktive Handeln der SPD ist jeglicher
Verhandlungsspielraum der Diplomaten verloren gegangen.
Deshalb sind die Sozialdemokraten für den Verlust des
Welterbetitels mit verantwortlich. Hier wird Parteipolitik
wegen der bevorstehenden OB-Wahl vor Sachpolitik gestellt.
Damit hat sich aber die SPD gegen den Willen der Mehrheit
der Dresdner gestellt, stellt Lars Rohwer abschließend
fest.
Dresden, 9. März 2008/A. Baumann |