Kein Baustopp für die Waldschlößchenbrücke!
Entscheidet jetzt Herr Bandarin allein?
Pressemitteilung der CDU-Fraktion
im Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden
06.03.2008 Den heutigen Nachrichten war zu entnehmen, dass vier
Personen aus Dresden zu Gast im Pariser Welterbezentrum
waren und Direktor Bandarin ihnen dort erklärt habe, dass
Dresden den Welterbetitel aberkannt bekommt, wenn die
Waldschlößchenbrücke gebaut wird, falls ein Tunnel gebaut
wird, dagegen nicht.
Dazu Pressesprecher Dr. Helfried Reuther: „Es ist
fragwürdig, wer hier mit welcher Legitimation mit wem
Gespräche führt. Verhandlungspartner sind die
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Auswärtige
Amt, sowie das Unesco-Welterbekomitee, das entsprechende
Beschlüsse fassen kann, und nicht irgendwelche
selbsternannten Welterberetter und auch nicht Prof.
Bandarin, der die Beschlüsse des Komitees auszuführen hat.
Wir vertrauen auf die Weisheit des Komitees, das auch 2007
nicht der Empfehlung des Büros von Prof. Bandarin gefolgt
ist.“ Damals hatte er vorgeschlagen, Dresden den Titel
sofort bei Baubeginn zu streichen. Das Komitee hatte
dagegen weitere Begutachtung beschlossen.
Wie die Emissäre des Welterbebüros am 5. Februar 2008 in
Dresden beim Treffen mit dem amtierenden Oberbürgermeister
und den Vertretern der Fraktionen erklärt haben, kann eine
wirkliche Entscheidung erst im Sommer bei der Sitzung des
Welterbekomitees in Quebec fallen, wo die Frage lauten
wird, ob der Brückenbau den außerordentlichen Wert des
Elbtals irreversibel beschädigt oder nicht. |