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Baudirektor Eberhard Burger, Ehrenbürger der Stadt Dresden,
hat seine Person und sein Ansehen für einen Kompromiss zur
Lösung des Brückenstreites eingesetzt. Der unter seiner
Leitung überarbeitete Entwurf kann die von der Mehrheit der
Dresdner gewünschte Elbquerung am Waldschlößchen und den
Erhalt des Weltkulturerbetitels ermöglichen – und dies ohne
Baustopp oder Mehrkosten.
Schon der bereits planfestgestellte Entwurf wurde von der
Jury des 1997 durchgeführten Gestaltungswettbewerbes mit
den Worten :"Der Bogen fasziniert durch seine Form und
Schlankheit ....Trotz angemessener Zurückhaltung im Elbraum
setzt diese Brücke ein Zeichen." beurteilt.
Es ist schon faszinierend, wie es Herr Dr. Burger mit dem
überarbeiteten Entwurf trotzdem geschafft hat - im
vorgegebenen Rahmen der Planfeststellung - das Schutzziel
der UNESCO "sich entwickelnder (und nicht historischer!)
Kulturraum" noch besser zum Ausdruck zu bringen!
Die Konstruktion ist noch schlanker, der Bogen noch kühner
gespannt und – wie der Vergleich mit dem Blauen Wunder
zeigt – die Baumasse dem Bauraum angemessen. Brückenbreite
und Fundamentabmessungen wurden weiter reduziert. Selbst
auf Straßenleuchten wird verzichtet, um die Baumasse
weitestgehend zu reduzieren.
Die Möglichkeiten - auf moderner Rechentechnik und
fundierten Materialkenntnissen beruhender -
Materialbeherrschung werden ausgelotet. Dadurch wird eine
Konstruktion geschaffen, die die Leichtigkeit heutiger, mit
der Umwelt harmonierender Ingenieurbaukunst deutlich macht!
Die Veränderungen erfordern keine Wiederholung des
Baurechtsverfahrens, so dass die bisherigen Planungskosten
nicht umsonst waren. Sie können bei den laufenden
Bauarbeiten berücksichtigt werden und erfordern keinen
Baustopp mit kaum abzuschätzenden finanziellen Folgen für
unsere gerade mal schuldenfreie Landeshauptstadt.
Der Burger-Entwurf – und das ist wohl das Bedeutendste –
kann den langjährigen Streit, der den fachlichen Boden
längst verlies und die Dresdner in zwei Lager spaltet,
überwinden helfen.
Es liegt nun an uns, das Machbare zu unterstützen, um
gemeinsam um die Entwicklung unserer Landeshauptstadt und
den Erhalt des Weltkulturerbetitels zu ringen.
Wir sind sicher, die neue Brücke wird - Radfahrern,
Fußgängern und Kraftfahrern gleichermaßen - faszinierende
neue Blickbeziehungen zur Kulturlandschaft "Dresden am
Elbbogen" schaffen! - Das sollte auch die Unesco-Vertreter
überzeugen!
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