Offenbarungseid der Brückengegner
14.06.2009
Bundesaußenminister Steinmeier - SPD - lässt seine
Diplomaten passiv sein, Staatsministerin Stange - SPD -
unternimmt nicht einmal den Versuch, als Präsidentin des
Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, die Haltung
der UNESCO zu hinterfragen, die das Dresdner Elbtal in
Kenntnis des Bauvorhabens Waldschlößchenbrücke in die Liste
der Welterbestätten aufgenommen hat.
Dass die auf der Hand liegenden Möglichkeiten, den
Welterbetitel für das Dresdner Elbtal mit
Waldschlößchenbrücke zu erhalten, offenbar bewusst nicht
genutzt werden, spricht schon Bände.
Dass aber 10 Tage vor der Sitzung des UNESCO-Komitees in
Sevilla und 5 Tage nach der Kommunalwahl in Dresden
Bundesverkehrsminister Tiefensee - SPD - die Mittel für
Projekte streicht, mit denen unsere Oberbürgermeisterin für
den Erhalt des Welterbetitels hätte werben können, ist ein
Offenbarungseid.
Es dürfte nunmehr für jeden klar sein, dass es der SPD und
den anderen Brückengegnern überhaupt nicht darum geht, den
Welterbetitel zu erhalten, denn hätte man ja - nolens
volens - wenigstens einmal versuchen können, für die
Vereinbarkeit von Brücke und Welterbe unter anderem mit den
Projekten zu werben. Nein, es geht nur darum, die Brücke zu
verhindern; der Welterbetitel ist dafür nur Mittel zum
Zweck. Das ist, wie man so schön sagt, „unterste Schublade“
und hat mit dem Verhalten einer altehrwürdigen Volkspartei,
für die ein Bürgerentscheid Verpflichtung sein müsste,
nichts zu tun.
Dr. Hans-Joachim Brauns
Sprecher der Bürgerinitiative PRO Waldschlößchenbrücke
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