UNESCO hält Dresden weiterhin für welterbewürdig
26.06.2009
Statement der Oberbürgermeisterin
„Die heutige Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees
zeigt, dass die UNESCO Dresden für welterbewürdig hält,“ so
Oberbürgermeisterin Helma Orosz, die zur Zeit an der 33.
Sitzung des Welterbe-Komitees der UNESCO in Sevilla
teilnimmt. Das UNESCO Welterbe-Komitee hat heute in
geheimer Abstimmung mit 14 zu 5 Stimmen (2 Enthaltungen)
beschlossen, das Dresdner Elbtal von der Liste der UNESCO
Welterbestätten zu streichen. Zuvor war ein Antrag aus dem
Komitee, die Entscheidung um ein weiteres Jahr zu
verschieben mit 13 zu 8 Stimmen abgelehnt worden. Das
Komitee hat aber in seinem Beschluss gleichzeitig die
Möglichkeit eingeräumt, dass Dresden sich erneut um einen
Welterbetitel bewerben kann. „Es gab eine intensive und
anhaltende Diskussion. Der Mehrheit des Komitees ist es
sehr schwer gefallen, den Titel abzuerkennen. Doch es
schien den Komiteemitgliedern wichtig, sofort einen neuen
Weg aufzuzeigen, das bedeutet, dass das Komitee Dresden für
welterbewürdig hält. Mit der Option aus dem heutigen
Beschluss eröffnen sich neue Chancen für Dresden. Es ist
jetzt meine Aufgabe, dafür einen Weg zu finden. Ein neuer
Antrag ist aber nur vertretbar, wenn er von einer großen
Mehrheit der Bürgerschaft mitgetragen wird,“ so die
Oberbürgermeisterin.
„Dennoch bedauere ich, dass die Komiteemitglieder den
Welterbetitel und die Waldschlösschenbrücke für unvereinbar
halten. Ich bin weiter überzeugt, dass im Interesse aller
Akteure ein Konsens das Beste gewesen wäre“, sagte
Oberbürgermeisterin Helma Orosz nach der Sitzung.
Die Oberbürgermeisterin hatte im Vorfeld der Entscheidung
mit den meisten der 21 Delgationsleiter gesprochen. „Dabei
hatte ich das Gefühl, dass meine Argumente und unsere
Situation auf viel Verständnis und Interesse gestoßen
sind,“ so die OB. „Auch deswegen habe ich bis zuletzt
darauf gehofft, und aus Überzeugung dafür gearbeitet, dass
die Entscheidung bis zur Fertigstellung des Brückenbaus
vertagt wird. Aber gerade das uneinheitliche
Abstimmungsergebnis im Komitee selbst, zeigt wie schwer
sich auch die UNESCO mit dieser Frage getan hat.“
„Dresden hatte sich voller Stolz auf die einzigartige
Kulturlandschaft um den Titel beworben und die Stadt hat
ihn auch voller Stolz getragen – unabhängig, ob man für
oder gegen die Brücke gewesen ist. Die Verwaltung und die
Stadtpolitik werden weiter das Dresdner Elbtal schützen und
gemeinsam mit der Bürgerschaft aktiv bewahren, wie sie es
auch in der Vergangenheit erfolgreich getan hat.“ |