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Verschub des Stromfeldes der Waldschlößchenbrücke wird
geplant
Brückenbild soll Mitte Dezember komplett sein
18.11.2010
Die Elbequerung am Standort Waldschlößchen wird eine
Gesamtlänge von 635 Metern erreichen. Sie gliedert sich in
drei Abschnitte, die sich vom Ausgang des Tunnels unterhalb
des Waldschlößchens über die rechtselbische Vorlandbrücke,
das anschließende stützenfreie Stromfeld und die
linkselbische Vorlandbrücke bis zur Fetscherstraße spannen
wird. Die bereits fertig montierten stählernen Überbauten
der Vorlandbrücken ruhen auf V-Stützen, die in den Elbauen
gegründet sind.
Das Stromfeld (Brückenbogen) wurde nach Ankunft der ersten
Stahlteile Mitte Juli 2009 auf dem Johannstädter Elbufer
auf Hilfsstützen vormontiert. Die Umsetzung dieses
Brückenteils mit einer Länge von 140 Metern, einer Höhe von
13,3 Metern und einer Breite von 28,6 Metern vom
Vormontageplatz in die Endlage erfolgt in mehreren
Schritten (Anlage 1). Dabei wird das 1 800 Tonnen schwere
Brückenteil über eine Strecke von 195 Metern senkrecht zur
Elbe und danach noch parallel zur Elbe bis in die Endlage
bewegt. |

Anlage 1 Verschubschritte
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Der Verschub beginnt mit dem Anheben des Stromfeldes um
etwa 10 Meter auf die Montagehöhe. Anschließend wird das
elbseitige Ende überhängend auf einen Verschubschlitten und
das andere Ende auf einen selbstfahrenden Plattformwagen
(Spezial-Schwerlastfahrzeug) abgesetzt. Damit wird das
Stromfeld in Längsrichtung bis zum Ufer und weiter auf zwei
Pontons verschoben (Anlage 4). Für diesen Verschubvorgang
werden eine Dammschüttung als Rampe ( Anlage 2) sowie eine
aufgeständerte Schienenkonstruktion im Uferbereich
hergestellt.
Voraussetzung für den Einschwimmvorgang auf der Elbe ist
ein Mindestwasserstand von 1,89 Metern am Pegel Dresden-
Augustusbrücke. Zusätzlich muss die Elbe vertieft werden,
um die erforderliche Tauchtiefe der belasteten Pontons zu
gewährleisten. Im derzeitigen Sohlprofil ist diese
Tauchtiefe nur im unmittelbaren Bereich der Fahrrinne
gewährleistet.
Die Pontons queren zunächst die Elbe. Anschließend wird das
Stromfeld noch 54 Meter stromauf (Anlage 5) bewegt. Dabei
wird das elbseitige Ende, welches auf die Pontons abgesetzt
wurde, über Seile und Winden von den im Uferbereich
errichteten Ankerpunkten aus gesichert und geführt. Das
andere auf den Plattformwagen abgesetzte Ende wird weiter
im Uferbereich auf der Rampe gefahren.
Allein die vorbereitenden Arbeiten wie Befestigung der
Verschubbahn, Errichtung der Aufständerung, Komplettierung
der Hilfsstützen und Ausbaggern der Elbe nehmen etwa zehn
Wochen in Anspruch. Die Bewegung des Stromteils muss wegen
der enormen Schwere und Größe sehr langsam und behutsam vor
sich gehen. Die zum Einsatz kommende Technik wurde speziell
für diese Anwendungen entwickelt. Das Anheben und Absetzen
auf den beweglichen Unterbauten wird bereits eine Woche vor
dem Einschwimmen vorgenommen. Der Transport an das Ufer
dauert einen Tag. Der eigentliche Einschwimmvorgang beginnt
mit dem Aufschieben des Stromfeldes auf die Pontons. Von da
ab muss der Schiffsverkehr auf der Elbe komplett
eingestellt werden. Am zweiten Tag erfolgt der Transport
quer und längs der Elbe sowie das Absetzen auf die
Hilfsstützen. Am dritten Tag werden die Pontons frei
gemacht, womit die Schifffahrt auf der Elbe wieder
aufgenommen werden kann.
Danach wird das ausgebaggerte Material in die Elbe
zurückgebracht und der ursprüngliche Zustand der Elbe bzw.
der Wiesen in diesen Bereichen wird wieder hergestellt.
Nachdem das Bogenfeld über die Bogenfüße und Lager fest mit
den Bogenwiderlagern verbunden ist, können die
Hilfskonstruktionen wieder entfernt werden. |

Anlage 2 Verschubflächen

Anlage 3 Anheben

Anlage 4 Verschub

Anlage 5 Einschwimmen quer

Anlage 6 Einschwimmen längs

Anlage 7 Absetzen

Anlage Luftbild Baustelle
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Kenndaten
Ausbaulängen Straßen
Nord-Süd-Richtung (Fetscherstraße / Elbebrücke /
Stauffenbergallee): 2960 m
Ost-West-Richtung (Bautzner Straße) : 1735 m
Anschlüsse: 1450 m
Ausbaulängen Ingenieurbauwerke
Elbebrücke: 635 m
Haupttunnel unter der Waldschlößchenstraße: 395 m
Zu- und Ausfahrtstunnel: 340 m
Rampenbauwerke: 375 m
Einschwimmen Stromfeld
Stromfeld
Länge des Einschwimmteiles: 140 m
Breite: 28.6 m
Höhe des Bogens über der Fahrbahn: 11 m
Gewicht des Einschwimmteiles: 1800 t
Maximale Dicke der Verschweißten Stahlplatte: 15 cm
Größe der Pontons (L x B x H): 65,00 x 11,40 x 3,25
Anzahl Pontons: 2
Verschubstrecke längs zur Brückenachse: 195 m
Verschubstrecke quer zur Brückenachse: 54m
Verkehrszug Waldschlößchenbrücke - Verschub des Stromfeldes
(PDF, 800 KB)
Bilder
Verschub des Stromfeldes (ZIP, 10 MB) |

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Unter www.wsb-info.de kann
das aktuelle Baugeschehen mittels Webcam beobachtet
werden.
mehr
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Frank Schreier, Dresden, Ich
war von Anfang an ein Befürworter der
Waldschlösschenbrücke und freue mich, dass die
Demokratie gesiegt hat.
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Ute Herzer, Dresden, Brücken
gehören in eine Stadt. Ich freue mich schon jetzt auf
den wunderbaren Blick von der Brückenmitte aus auf die
DD-Silhouette.
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Jörg Reutler,
Dresden-Johannstadt, Da sind also die grün/roten
Brückenverhinderer mal wieder vor Gericht mit ihren
hanebüchnen "Argumenten" gescheitert - gut so.
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U. Aloé, Dresden, Haben sich
die Grünen eigentlich schon mal mit dem Wasserbau an
und in der Elbe beschäftigt?
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Steffi Walser, Rottenburg,
Liebe Brückenbauer, auch im Süden Deutschlands
verfolgen wir das heimatliche Geschehen weiter und
hoffen sehr, dass die Brücke bald steht.
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