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Waldschlößchenbrücke - der Bau hat begonnen!
Dr. Hans-Joachim Brauns, Vorsitzender Bürgerinitiative Pro Waldschlößchenbrücke
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Endlich folgen der grauen Theorie Taten. Seit dem 19.
November sind die Baufirmen vor Ort und schon bald werden
wir die mit Abstand größte Baustelle in Dresden sehen.
Wer jetzt geglaubt hat, es würde Ruhe einkehren, sieht sich
nach den Aktionen der Brückengegner eines Besseren belehrt.
Man darf gespannt sein, wie die Gegner aus der Sackgasse,
in die sie sich selbst manövriert haben, herauskommen.
Warum Sackgasse? Die Gegner rufen nach dem Gesetzgeber,
damit „so etwas wie in Dresden nicht wieder vorkommen
kann“; und es wird schon jetzt Mitleid mit anderen
Welterbestätten oder solchen, die es werden wollen,
bekundet. Wir können und werden den Ruf nach dem
Gesetzgeber nur unterstützen! Das ist ernst gemeint. Denn
dann werden sich mit unserem „Fall“ nicht nur
denkmalschützende Gutmenschen, sondern Leute beschäftigen,
die zunächst einmal eine Problemanalyse betreiben, um die
Maßnahmen vorzuschlagen, die das Problem lösen.
Nehmen wir also den Baubeginn und fragen uns (erneut): Wo
liegt das Problem? Liegt es in Dresden und/oder bei dem
Regierungspräsidium? Sachsen hat den Aufnahmeantrag des
Elbtals in das Weltkulturerbe mit der Waldschlößchenbrücke
gestellt. Sämtliche Unterlagen zur Brücke sind den
Gutachtern der UNESCO vorgelegt worden; sie sind mit
genauer Kenntnis der Pläne persönlich zu Lande und zu
Wasser an den Ort geführt worden, wo jetzt die Brücke
entsteht. Die Gutachter – drei an der Zahl – haben keine
Bedenken zu dieser Brücke erhoben. Nicht einmal zu
Nachfragen oder vertiefenden Untersuchungen haben sie
Anlass gesehen. So ist das Elbtal Weltkulturerbe geworden. |

Waldschlößchenbrücke im Bau
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Genau diese Brücke ist planfestgestellt worden, und genau
diese Brücke wird nun gebaut. Nach Erschöpfung aller nur
denkbaren Rechtsstreitigkeiten im einstweiligen
Rechtsschutzverfahren steht fest: Der
Planfeststellungsbeschluss ist aller Voraussicht nach
rechtmäßig.
Das Problem liegt also offensichtlich nicht bei der Stadt
und/oder bei dem Regierungspräsidium. Liegt es bei der
UNESCO? Sie hat die Brücke, so wie sie jetzt gebaut wird,
akzeptiert. Nach Abschluss des Planfeststellungsbeschlusses
und dem Bürgerentscheid, die planfestgestellte Brücke zu
bauen, hat die UNESCO ihre Meinung geändert. Das ist das
Problem! Die Fragen an den Gesetzgeber lauten daher: Wie
berücksichtige ich eine geänderte Meinung der UNESCO? Geht
das überhaupt? Wollen wir so etwas? Und wenn ja, wer trägt
die Kosten? Darf oder soll die UNESCO zum Beispiel
verlangen (können), dass der Kölner Hauptbahnhof abgerissen
wird, damit der Dom besser zu sehen ist (das ist der
richtige Vergleich mit dem Elbtal und der
Waldschlößchenbrücke)? Dürfte man sich gegen solch ein
Ansinnen der UNESCO wehren können? Wenn ja, wer entscheidet
einen solchen Streit? Ein nationales Gericht? Ein
internationales Gericht?
Solche Kompetenzen hat die UNESCO nicht. Wir könnten sie
ihr natürlich national einräumen. Ein solches Gesetz wäre
aber nur verfassungskonform, wenn man sich gegen
Meinungsänderungen der UNESCO wehren könnte. Die UNESCO
müsste sich der deutschen Gerichtsbarkeit oder einer noch
einzurichtenden internationalen Gerichtsbarkeit
unterwerfen, was sie nicht tun wird. Aber selbst wenn sie
es täte, würde das den Brückengegnern nicht helfen. Ihre
ganze Argumentation baut ja gerade darauf auf, dass die
Entscheidungen der UNESCO nicht hinterfragbar sind bzw.
nicht hinterfragt werden dürfen. So etwas sei unzulässig
oder wenigstens unanständig, heißt es von ihnen. Man reibt
sich die Augen! Welcher Staatsform huldigen die
Brückengegner? Diktatur der Nomenklatur der
(selbsternannten) Denkmal- und/oder Naturschützer?
Rechtsstaatliche Demokratie ist es jedenfalls nicht!
Im Übrigen: Was bedeutet es also, wenn die UNESCO „die
Zügel anziehen will“, wie zu vernehmen ist?
Noch-nicht-Weltkulturerbestätten werden froh sein, noch
nicht aufgenommen worden zu sein und von sich aus die
Anträge zurückziehen. Weltkulturerbestätten werden sich –
unserem Beispiel folgend – wehren. Die UNESCO ist drauf und
dran, sich durch einen Freundschaftsdienst von Herrn
Bandarin für Herrn Blobel langfristig in eine existenzielle
Krise zu manövrieren. Sie wäre gut beraten, die mit den
avisierten Änderungen im Rahmen des Baurechts ausgestreckte
Hand zu ergreifen und einzuschlagen.
Dr. Hans-Joachim Brauns |

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Unter www.wsb-info.de kann
das aktuelle Baugeschehen mittels Webcam beobachtet
werden.
mehr
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Frank Schreier, Dresden, Ich
war von Anfang an ein Befürworter der
Waldschlösschenbrücke und freue mich, dass die
Demokratie gesiegt hat.
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Ute Herzer, Dresden, Brücken
gehören in eine Stadt. Ich freue mich schon jetzt auf
den wunderbaren Blick von der Brückenmitte aus auf die
DD-Silhouette.
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Jörg Reutler,
Dresden-Johannstadt, Da sind also die grün/roten
Brückenverhinderer mal wieder vor Gericht mit ihren
hanebüchnen "Argumenten" gescheitert - gut so.
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U. Aloé, Dresden, Haben sich
die Grünen eigentlich schon mal mit dem Wasserbau an
und in der Elbe beschäftigt?
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Steffi Walser, Rottenburg,
Liebe Brückenbauer, auch im Süden Deutschlands
verfolgen wir das heimatliche Geschehen weiter und
hoffen sehr, dass die Brücke bald steht.
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