Pressemitteilung der CDU-Fraktion im Stadtrat der
Landeshauptstadt Dresden
Kritische Stimmen bei Pariser Unesco-Welterbebüro
unerwünscht
Stadtrat Dr. Böhme-Korn, stellvertretender
CDU-Fraktionsvorsitzender, erhält keine Bestätigung als
Beobachter
25.06.2008
Vom 2. bis 10. Juli 2008 tagt das Welterbekomitee der
Unesco in Quebec (Kanada). Dabei wird u. a. über den Status
des Dresdner Elbtals als Welterbe diskutiert und befunden
werden. Mit dabei sein als Beobachter wollte, wie schon vor
einem Jahr in Christchurch, Stadtrat Dr. Georg Böhme-Korn.
Nachdem auch er per Rund-Email eine Einladung zur Teilnahme
erhalten hatte, meldete er sich unter Angabe seiner
Funktion als stellvertretender Vorsitzender der
CDU-Fraktion im Dresdner Stadtrat als Beobachter an und
bekam am 23.05. auch die übliche Eingangsbestätigung. Trotz
mehrmaliger Nachfrage erhielt er bis heute weder eine
Teilnahmebestätigung noch überhaupt eine Antwort aus Paris.
Offensichtlich erinnert man sich im Welterbezentrum daran,
dass Herr Dr. Böhme-Korn beim letzten Mal Kontakt zu
Komitee-Mitgliedern gesucht und gefunden und dabei
erfolgreich für Dresden und gegen die Empfehlung des
Welterbebüros geworben hat.
Dazu Dr. Böhme-Korn: „Unabhängige Beobachtung, gar Kontakte
zu Delegationen der Komiteemitglieder sind offenbar
unerwünscht. Eigentlich unglaublich - ein unwürdiger Stil
für eine internationale Organisation. ‚Der Rest ist
Schweigen’ als Maxime – kein Erfolgsrezept, sondern Hamlets
letzte Worte. Solch hartes Schicksal wünsche ich dem
Welterbezentrum nicht – es hat ja durchaus eine noble
Aufgabe. Aber ein Neuanfang mit einer Führung, in der nicht
nur Expertise, sondern auch Seriosität, Achtung vor den
Partnern und ein wenig Sinn für guten Stil (das ist mehr
als feiner, dunkelblauer Zwirn) zu Hause sind, wäre schon
zu wünschen.“
Für uns reiht sich dieses Verhalten des Pariser
Welterbebüros nahtlos in die bisherigen Dresden-feindlichen
Handlungen ein und wir können nur hoffen, dass die
offiziellen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland dies
deutlich machen und klar für Dresden Stellung beziehen.
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher) |