Brückenfakten
Mit der Waldschlößchenbrücke kann im Havarie-Fall der
Albertbrücke und/oder des Blauen Wunders der Verkehr über
die Elbe im Osten Dresdens aufrechterhalten werden
Ein Verkehrsnetz zeichnet sich dadurch aus, dass bei
Störung oder Ausfall eines Straßenzuges andere Straßenzüge
dessen Funktion – übergangsweise – übernehmen und den
Verkehrsfluss aufrechthalten.
Heute kann es bei einem vollen Ausfall der Albertbrücke
oder des Blauen Wunders zu einem Zusammenbruch des
städtischen Verkehrs im Dresdner Osten kommen.
Der Bau des Verkehrszuges Waldschlößchenbrücke ist
genehmigt,
die Fördermittelzusage ist da und es besteht Baurecht.
Von den noch aufzuwendenden 119,1 Mio Euro werden durch den
Freistaat 96 Mio Euro Fördermittel bereitgestellt. Der
Eigenanteil der Landeshauptstadt beträgt 23,1 Mio Euro, er
ist im Haushalt der Stadt eingestellt! Die Fördermittel
stehen der Stadt nur für dieses Vorhaben zur Verfügung und
können nicht anderweitig verwendet werden.
Der Begriff „Waldschlößchenbrücke“ ist Namensgeber für
einen ganzen Verkehrszug, der aus 4,5 km vorhandenen
Straßen besteht, die alle saniert werden. Außerdem wird die
Waldschlößchenstrasse untertunnelt, um die Anwohner vor
Lärm- und anderen Emissionen zu schützen. Die Baukosten der
Brücke sind auch deshalb relativ hoch, weil sie bewusst so
tief wie möglich geplant worden ist, um die Blickbeziehung
zwischen Pavillon auf der Bautzner Straße und dem
Stadtzentrum nicht zu stören.
Der 3. Bauabschnitt des Verkehrszuges „Waldschlößchenbrücke“
ist übrigens seit längerem fertig – und bezahlt. Es handelt
sich um den Abschnitt der Stauffenbergallee zwischen
Königsbrücker Straße und Kreuzungsbereich Marienallee
einschließlich Brücke über die Prießnitz.
Schafft die Waldschlößchenbrücke eine Abkürzungsstrecke
für den Fernverkehr?
Aufgrund des zeitlichen Mehraufwandes von mindestens
32% bei einer Fahrt durch die Stadt (inkl.
Waldschlößchenbrücke) gegenüber einer Umfahrung auf der
Autobahn ist kein sog. Schleichverkehr zu erwarten. Dazu
trägt insbesondere die innerstädtische Verkehrssituation
mit 34 Lichtsignalanlagen bei. Die potenzielle
Mautersparnis in der Größenordnung von ca. 3,50 Euro ist
eine im Fernverkehr zu vernachlässigende Größe. Praxis ist,
der zeitkürzeste Weg wird gewählt.
Die Wegweisung auf der Autobahn zu den Fernzielen Berlin
bzw. Prag erfolgt nicht durch das Stadtgebiet, sondern
immer über die jetzt nutzbare Verbindung A 17 / B 170.
Gibt es eine Verkehrszunahme in der Innenstadt?
Durch eine erheblich bessere Verteilung der
Verkehrsströme kommt es zu einer Verringerung um täglich
20.000 Fahrtenkilometer.
Alle jetzt vorhandenen Brücken werden entlastet.
Albertbrücke
(- 12.500); Carolabrücke (- 7.500); Blaues Wunder (-
3.500); Augustusbrücke (- 2.000); Marienbrücke (- 1.500).
Eine Verkehrszunahme wird es auf der St. Petersburger
Straße geben
(+ 2.000). Andere Straßen in der Innenstadt werden spürbar
entlastet: Königsbrücker Str. (- 6.000); Albert-Straße (-
5.500); Bautzener Str. (- 5.000); Hainstr. (- 4.500); Große
Meißner Str.
(- 3.000); Ammonstr. (- 2.000); Terrassenufer (- 1.500),
Könneritzstr.
(- 1.000) und im Dresdner Osten die Schillerstr. um – 3.000
Fahrzeuge täglich. Eine Verkehrszunahme um 500 Fahrzeuge
täglich ausschließlich in Ost-West-Richtung wird es am
Schillerplatz geben.
Diese Zunahme wird sich am Schillerplatz nicht negativ
auswirken, da die Verkehrsabnahme über das Blaue Wunder (-
3.500) wesentlich stärker ist und zu einer besseren
Steuerung der Verkehrsströme führt.
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