Brückenfakten
Wie sind die Auswirkungen auf die Johannstadt?
Aus der Gestaltung des Hauptstraßennetzes wird deutlich,
dass die südlich und nördlich zugeordneten Straßenzüge (Fetscherstraße
und Stauffenbergallee) auf diesem künftigen Brückenstandort
ausgerichtet sind. Über 100 Jahren hinweg ist dieses
Hauptstrassennetz gewachsen. Die Stadt hat sich bei allen
ihren Planungen immer auf diesen Brückenstandort
eingestellt. Kein anderer möglicher Brückenstandort wurde
so oft und tiefgründig hinsichtlich der Effizienz seiner
Lage im Verkehrsnetz untersucht. Aus dieser historischen
Entwicklung ist es plausibel, dass der Verkehr auf der
Stauffenbergallee und der Fetscherstraße zunehmen wird.
Die Fetscherstraße ist aber bereits heute als
Hauptverkehrsstraße ausgelegt und wird mit den vorgesehenen
Sanierungs- und Lärmschutzmaßnahmen den neuen Anforderungen
angepasst.
Die Auswirkungen auf die Anlieger werden minimiert.
Für andere Straßen in Johannstadt sind durch den Bau des
Verkehrszuges keine zusätzlichen Verkehrsbelastungen zu
erwarten. Entlastungen wird es auf der Blasewitzer Str. (-
4.000) und der Pillnitzer Str. (- 5.000) geben.
Die Wormser Straße und die Spenerstraße sind nicht
Bestandteil des Verkehrszuges. Die Bürgerinitiative PRO
WALDSCHLÖßCHEN will durch verkehrliche und
verkehrsorganisatorische Maßnahmen eine Zunahme des
Verkehrs in der Wormser Straße verhindern. Sie ist auch
gegen einen Lückenschluss der Spenerstraße zwischen
Borsbergstraße und Wormser Straße.
Die Baugenehmigung für das Herzzentrum war seiner Zeit
schon unter Berücksichtigung der Bedingungen nach
Inbetriebnahme des Verkehrszuges erteilt worden. Das
Herzzentrum hat im Übrigen seine Einwände zurückgezogen.
Ebenso ist das Elbetal zum UNESCO-Weltkulturerbe -
ausdrücklich unter Einbeziehung des Verkehrszuges
Waldschlößchenbrücke - erklärt worden.
Der Verkehrszug Waldschlößchenbrücke schafft Mobilität
für die
Bürger und Verkehrsinfrastruktur für Handwerk, Handel und
Gewerbe.
Mobilität ist die Voraussetzung zur Teilnahme am
gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und
kulturellen Leben und somit ein Grundrecht der Bürger.
Die individuelle Mobilität ist entscheidend für die
Wahlfreiheit der sozialen Kontakte und ein wichtiger
Beitrag zur sozialen Integration aller Bevölkerungsteile,
besonders auch für behinderte und ältere Bürger und Kinder.
Die vielfältige Bedeutung aller Verkehrsmittel,
insbesondere auch des Autos, für die Alltagsorganisation
und der Lebensplanung vieler Menschen muss akzeptiert
werden.
Die immer weitere Trennung von Wohn- und Arbeitsgebieten
bedingt mehr Straßenverkehr. Wer außerhalb der Stadt Arbeit
hat ist auf das Auto angewiesen. Öffentlicher
Personennahverkehr, motorisierter Individualverkehr (Pkw),
Rad- und Fußgängerverkehr müssen ein aufeinander
abgestimmtes Verkehrssystem bilden. Dies braucht eine für
alle Verkehrsmittel entwickelte Infrastruktur. Die Funktion
ist mit dem Blut und unseren Adern zu vergleichen. Ein
Infarkt muss in beiden Fällen verhindert werden.
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