Die Bedeutung der Waldschlößchenbrücke
Umwelt
Zahlreiche Einzelbestimmungen des
Planfeststellungs-beschlusses stellen sicher, dass die bau-
und betriebs-bedingten Auswirkungen auf Menschen, Tiere,
Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft so
gering wie möglich ausfallen. Die gesamte Baumaßnahme wird
durch eine ökologische Bauüberwachung begleitet. Zum
Ausgleich unvermeidbarer Eingriffe in Natur und Landschaft
sind landschaftspflegerische Ersatzmaßnahmen vorgesehen. So
wird u. a. die Elblandschaft bei Zschieren von 29.800
Quadratmetern naturnah umgestaltet und der dort gelegene
Brüchigtgraben renaturiert. Auch für den besonders
geschützten Wachtelkönig bedeutet die Waldschlösschenbrücke
keine Gefahr, da die betroffenen Elbwiesen auf Grund
starker Beanspruchung durch Spaziergänger, Radfahrer und
mitgeführte Hunde ohnehin als Brutgebiet ungeeignet sind.
Ein Schutz der Anwohner durch Lärmschutzwände ist aus
räumlichen und städtebaulichen Gründen nur an kurzen
Teilstücken der Fetscherstraße und des Käthe-Kollwitz-Ufers
möglich. Allen weiteren Lärmbetroffenen wird ein Anspruch
auf passiven Lärmschutz in der Form von
Schallschutzfenstern und Lüftungseinrichtungen
zugesprochen. Den Kreis der An-spruchsberechtigten hat das
Regierungspräsidium über den von der Baumaßnahme direkt
betroffenen Bereich hinaus erweitert und auch die Anwohner
der Charlottenstraße/ Heideparkstraße und der
Fetscherstraße bis zur Kreuzung Wormser Straße einbezogen.
Luftschadstoffe werden zwar etwas ansteigen, zugleich aber
an anderen Stellen durch die erwartete Entlastung sinken.
Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)Die
Waldschlößchenbrücke ermöglicht einen durchgehenden
Busverkehr zwischen Dresden Ost (Gruna - Johannstadt /
Uniklinikum) über die Stauffenbergallee (Umstieg zur
Straßen-bahn in Richtung Norden) nach Pieschen-/Trachenberge.
Damit sind für die ÖPNV-Relationen aus den Stadtteilen
Striesen, Blasewitz, in den Dresdner Norden und nach
Pieschen, Trachenberge günstigere Bedingungen als vorher
gegeben.
Die Diskussion um eine ÖPNV-Führung über die
Waldschlößchenbrücke lässt sich bis ins Jahr 1949
zurückverfolgen. Bis Ende 1989 war immer eine Busverbindung
in der Planung. Seit den 60er Jahren ist eine maßgebende
QuelleZielRelation darstellbar: Wohnstandorte im Osten,
Arbeitsplätze im Norden. Maßgeblich für den ÖPNV auf der
Waldschlößchenbrücke war und ist die Relation Dresden-Ost
von/nach Dresden-Nord was alle Netzberechnungen, unabhängig
von ihren konkreten Prognosezahlen nachweisen.
Im Mai 1996 schätzt die DVB nach einer von ihr beim
Planerbüro PSV in Auftrag gegebenen Studie die Nachfrage
mit » 14.000 Fahrgästen/Tag an der untersten
Rechtfertigungsgrenze ein. Die Berücksichtigung des
S-Bahn-Ausbaus wird als unzureichend angesehen.
Der Stadtratsbeschluss vom 15.05.1997 legt den Bau der
Waldschlößchenbrücke mit Stadtbahn fest.
Die Nutzen-Kosten-Untersuchung zur Vorplanung 1998 bringt
eine Nachfrage von ca. 8.000 Personen pro Tag, als
wichtigster Grund für diese Veränderung werden die
Flughafen-S-Bahn und nicht eingetretene Strukturprognosen
für den Nordraum genannt.
Für eine Entscheidung zwischen Straßenbahnbetrieb und
Busbetrieb (mit separater Busspur) ergaben Berechnungen der
Nachfrage einer Busverbindung durch die DVB AG ähnliche
Nachfragewerte wie bei einer Straßenbahnverbindung. Bei
einem so vergleichbaren verkehrlichen Nutzen werden für
eine Busverbindung geringere Investitionskosten und
geringere jährliche Betriebskostenzuschüsse als bei einer
Straßenbahntrasse notwendig. Optional sollte eine
Straßenbahntrasse vorgesehen werden.
Insbesondere angesichts der Nutzen-Kosten-Untersuchung und
die prognostizierte Erhöhung des jährlichen
Zuschussbedarfes von rund 2 Mio. Euro pro Jahr wurde eine
sofortige Umsetzung der Straßenbahnverbindung
wirtschaftlich sehr kritisch gesehen und auf der Grundlage
der Entscheidung des Stadtrates vom 02.05.2002 aus
Kostengründen schließlich verzichtet.
Erreichbarkeit des
Elberadweges von der BrückeDer Bau der
Waldschlößchenbrücke berücksichtigt oberirdisch
durchgängige Radverkehrsanlagen. Da die beiderseits der
Elbe befindlichen Elberadwege durch die Brücke in der
+1-Ebene überquert werden, ist auch die Verbindung zwischen
diesen und den auf der Brücke angeordneten Radwegen
möglich. Eine Direktverbindung insbesondere für Fußgänger
ist an den integrierten Treppenabgängen vorgesehen.
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| Treppen für die Fußgänger |
Die Verbindung der Elberadwege zu den parallelen
Hauptverkehrsstraßen im Bereich der Brücke ist ebenso
möglich.
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