Bürgerinitiative PRO Waldschlößchenbrücke nimmt zum
Elbtunnel Stellung:
Der Elbtunnel ist keine Alternative zur im Bau befindlichen
Brücke!
Die Bürgerinitiative PRO Waldschlößchenbrücke verfolgt
mit Aufmerksamkeit die lautstarken Aktivitäten der
Elbtunnelbefürworter. Nachdem es ihnen durch
kostenintensive und zeitraubende „Prozesshanselei“ nicht
gelungen ist, den Baubeginn zu verhindern, versucht man nun
durch einen neuen Bürgerentscheid doch noch zum Erfolg zu
kommen.
Die von den Tunnelbefürwortern vorgetragenen Argumente sind
falsch. Sie spiegeln den Dresdnern Tatsachen vor, die einer
Überprüfung nicht standhalten. Die Brückengegner
akzeptieren bis heute das Bürgerbegehren aus 2005 und die
klaren Urteile der Gerichte nicht. Sie wollen das bereits
2004 erteilte Welterbe „retten“, das sie durch ihre
Aktivitäten seit 2006 mutwillig aufs Spiel setzen. Auch
wollen sie nicht das Ergebnis der Bemühungen engagierter
Dresdner Bürger um Eberhard Burger und die Gespräche mit
der UNESCO über die „neue Waldschlößchenbrücke“ abwarten.
Das zeigt, was sie eigentlich wollen: Den Verkehrszug
Waldschlößchenbrücke verhindern.
Die Behauptung der Brückengegner, ein neues kosten- und
zeitaufwändiges Planfeststellungsverfahren sei nicht
notwendig, weil die Brückentunnel am Waldschlößchen genutzt
werden könnten, ist offensichtlich falsch. Ein solcher
Tunnel hätte unzulässige Steigungen und ein Tunnel mit
zulässigen Steigungen hätte auf beiden Seiten der Elbe
völlig andere Anschlusspunkte, woraus sich die
allumfassende Umplanung, also ein neues
Planfeststellungsverfahren ergibt. Um die Anschlüsse zu
gewährleisten, müssten weitere Grundstücke enteignet und
weitere Bäume gefällt werden. „Gerade der Protest gegen
die Baumfällungen ist mehr als unaufrichtig und zeigt
nur eins, man will den Bau des Verkehrszuges
Waldschlößchenbrücke insgesamt verhindern“, führt
Hans-Joachim Brauns aus. Auch die Kostenschätzungen sind
mehr als unseriös, wobei aufgrund der nicht vorhandenen
Planfeststellung mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit, wie beim Bahntunnel in Leipzig,
wesentlich höhere Kosten entstehen. Seriöse Schätzungen
gehen von Mehrkosten von weit über 50 Mio. EURO aus; es ist
eher wahrscheinlich, dass ein dreistelliger Millionenbetrag
erreicht wird, als dass es bei den von den
„Tunnelbefürwortern“ schöngerechneten 30 Mio. EURO
verbleiben könnte. Zu dem Mehraufwand zählen die Tunnel,
die Planungskosten und die im Millionenbereich liegenden
Entschädigungen für die derzeitigen Baufirmen. Außerdem
sind die Wartungskosten für einen Tunnel wesentlich höher
und belasten jährlich den städtischen Haushalt.
Sehr pikant sind die Ausführungen zu Fußgängern und
Radfahrern. Sie sollen entweder die über 500m entfernte
Elbfähre oder den Bus durch den Tunnel nutzen, wobei man am
Herzzentrum einsteigt und am Waldschlößchen gar nicht
aussteigen kann! Ein echter „Schildbürgerstreich“.
„Die Bürgerinitiative PRO Waldschlößchenbrücke
appelliert an die Stadträte, sich nicht von Phantasien
blenden zu lassen.“
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